Die Geschichten auf diesem Portal enthalten Schilderungen, die verstörend wirken können. Einige Worte oder Beschreibungen können negative Erinnerungen und unangenehme Gefühle auslösen. Falls Sie das Bedürfnis haben, mit jemanden darüber zu sprechen, nutzen Sie bitte die Angebote zur Beratung & Hilfe.
GESCHICHTEN, DIE ZÄHLEN.
Zeugnis ablegen, sagen was ist und damit die erlebte Gewalt sichtbar machen, das steht im Zentrum der Arbeit der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs. Auf diesem Portal finden Sie Geschichten von Menschen, die in ihrer Kindheit oder Jugend sexuelle Gewalt erfahren haben. Mit ihrem Einverständnis dürfen wir sichtbar machen, worüber betroffene Menschen meist erst nach Jahren und Jahrzehnten sprechen können: über das erlebte Unrecht, das Leid, die Folgen des Missbrauchs, aber auch über ihre Kraft und ihren Mut, das Geschehene zu bewältigen.
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FilterHier können Sie die Erfahrungsberichte nach verschiedenen Kriterien filtern.
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Heim, Kirche/ Religionsgemeinschaft
„Irgendwann war der Erzieher von heute auf morgen weg.“
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Kirche/ Religionsgemeinschaft, Schule und Kita
"Diese Tat hat mich im Innersten getroffen."
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Sport
"Ich hatte mich im Schwimmverein sehr wohl gefühlt und nie ein Training verpasst."
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Sport
"Mit dem Missbrauch, das ist als wenn mir einer mutwillig die Eisenstange aufs Knie gehauen hat, nur unsichtbar. "
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Kirche/ Religionsgemeinschaft
„Ich habe Monate gebraucht, das für mich zu verarbeiten.“
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Familie, Kirche/ Religionsgemeinschaft
"Ich hatte schreckliche Angst zum Jugendamt oder zur Polizei zu gehen. Sie hätten mich zurückgebracht und ihm mit seiner geschickten Rhetorik, auch als Amtsperson, geglaubt."
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Familie, Heim
"Du willst aus dem Elternhaus weg wegen des sexuellen Missbrauchs, gehst in die Obhut des Jugendamts und dir passiert unter der Obhut des Jugendamts genau das Gleiche."
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Schule und Kita
"Viel schlimmer war, dass ich nie mit jemandem darüber reden konnte."
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Soziales Umfeld
"Dieses Nicht-Nein-Sagen-Können hat sich wie ein roter Faden durch mein Leben gezogen."
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Pädosexuelle Netzwerke, Schule und Kita
"Der Briefkopf war jedes Mal mit dem Stempel „Deutscher Verein für Päderasten und Pädophile“ versehen."
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Organisierte/ Rituelle Strukturen, Soziales Umfeld
„Es gibt für mich kaum Unterstützungsangebote, die unabhängig von meinem Berufsalltag sind.“
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Soziales Umfeld
"Es stand in allen Zeitungen und trotzdem steht der Ort hinter dem Täter."
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Freizeit
„Er erzählte mir, er habe neben seiner Tätigkeit als Musiklehrer eine Ausbildung als Sexualtherapeut absolviert.“
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Familie
"Besonders schlimm ist für mich, dass meine Mutter weiterhin mit dem Stiefvater fröhlich zusammenlebt."
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Klinik und Praxis, Soziales Umfeld
"Große Menschen benutzten kleine Menschen und taten völlig unverständliche Dinge, die nicht infrage gestellt werden durften."
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Kirche/ Religionsgemeinschaft
„In meinem Innern war eine Leere, größer als das Meer.“
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Soziales Umfeld
"Das vorherrschende Gefühl meiner Kindheit war das einer grenzenlosen, sehr schmerzhaften Einsamkeit."
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Kirche/ Religionsgemeinschaft
"In der DDR gab es keine unabhängige Jugendberatungsstelle."
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Kirche/ Religionsgemeinschaft
"Wollen die Eltern zur Polizei gehen, werden sie ausgeschlossen. Das ist der soziale Tod."
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Fremdtäter, Soziales Umfeld
"Ich hatte Wut, Verzweiflung, Angst und vieles mehr in mir."
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Soziales Umfeld
„Weder meine Mutter noch mein Vater fragten bei mir nach, was eigentlich geschehen war.“
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Kirche/ Religionsgemeinschaft, Soziales Umfeld
"Ich krieg' das schon hin, dachte ich."
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Familie
"Ich habe all die Jahre geschwiegen, weil es offiziell so etwas in der ehemaligen DDR nicht gab."
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Familie, Sport
"Ich habe nicht wirklich registriert, wie isoliert und allein ich war."
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Freizeit, Fremdtäter
"Außer dem geäußerten Bedauern der Schwimmbadaufsicht ist nichts weiter geschehen. "
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Kirche/ Religionsgemeinschaft
„Zunächst sollte die Zahlung an die Bedingung gebunden sein, dass ich nie wieder darüber spreche.“
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Schule und Kita
"Ich betrachte die Suspendierung als völlig unzureichend im Sinne einer Aufarbeitung des geschehenen Unrechts."
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Familie, Kirche/ Religionsgemeinschaft
"Mir wurde es von meinen Eltern als besonderes Privileg dargestellt, dem Onkel zu begegnen."
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Familie, Organisierte/ Rituelle Strukturen, Soziales Umfeld
"Ich finde es extrem hilfreich zu erfahren, dass es auch in der DDR Fälle von sexuellem Missbrauch gab."
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Familie, Sport
"Keiner hat nachgefragt wieso und warum. Niemand war da, dem man sich anvertrauen konnte. Alle schauten weg."
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Pädosexuelle Netzwerke
"Ich will meiner Vergangenheit nicht die Macht über meine Gegenwart geben."
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Kirche/ Religionsgemeinschaft
"Ich weiß, dass der Täter von der Kirche gedeckt worden ist."
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Familie, Organisierte/ Rituelle Strukturen
"Irgendwann habe ich nur noch geschwiegen und funktioniert."
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Schule und Kita, Sport
"Eine Anzeige war aufgrund von Verjährung nicht mehr möglich."
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Soziales Umfeld
"Ich weiß, dass ich keine Verantwortung dafür trage, was mit mir passiert ist, aber dennoch fühlt es sich irgendwie so an."
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Kirche/ Religionsgemeinschaft
„Wie geht er mit dem Wissen um, dass es unter Umständen zehn, 20, 30 andere Betroffene gibt?“
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Freizeit, Soziales Umfeld
„Insgesamt sollten es fünf Jahre werden, ehe ich mich aus dieser Abhängigkeit befreien konnte.“
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Schule und Kita
„Da geschah etwas, wofür ich keinen Namen hatte, und es geschah nicht nur mir.“
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Kirche/ Religionsgemeinschaft
"Ich fühlte nur Leere und dachte an einen Engel , der mir bestimmt helfen würde."
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Familie
Ich denke, dass die DDR-Opfer, die Missbrauch in der Familie erlebt haben, zu wenig berücksichtigt werden.
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Soziales Umfeld
"Sie sagte, das bilde ich mir nur ein und dieser Mann wäre doch so nett."
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Fremdtäter, Sport
"Heute habe ich das Gefühl, dass ich meine Vergangenheit wirklich anschauen kann. "
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Sport
„Das missbrauchte Vertrauen und die ausgenutzte Arglosigkeit sind das Hauptproblem.“
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Soziales Umfeld
"Sieht keiner, was mit mir passiert? Oder will es keiner sehen?"
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Kirche/ Religionsgemeinschaft
„Heute weiß ich auch, dass meine Eltern mich nicht wirklich beschützt haben.“
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Sport
"Selbst wenn man von der Verurteilung wegen Kindesmissbrauch weiß, darf man nicht darüber informieren, weil das eine Verletzung des Persönlichkeitsrechtes des Täters ist."
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Familie, Kirche/ Religionsgemeinschaft, Organisierte/ Rituelle Strukturen
„Wir werden nie frei sein.“
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Kirche/ Religionsgemeinschaft, Schule und Kita
"Opfer von sexuellen Übergriffen zu sein bewirkt starke Schuldgefühle und Orientierungslosigkeit."
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Behinderung, Schule und Kita
"Mein jetziges Leben habe ich mir gewiss anders vorgestellt. Und es macht mich so fassungslos, dass es alles Dinge sind, die hätten verhindert werden können, wenn man hingesehen hätte."
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Familie
"Es kann ja sein, dass manche Menschen mit einer Lebenslüge leben, aber ich bin es leid."
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Kirche/ Religionsgemeinschaft
"Er konnte einem Menschen allein mit seinem Blick Furcht und Angst einflößen."
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Schule und Kita, Sport
"Der Lehrer hat mir Nacktbilder gezeigt - war ja Kunstunterricht."
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Kirche/ Religionsgemeinschaft
"Jahrzehntelang habe ich geschwiegen und mit meinen Eltern die perfekte Pfarrersfamilie gespielt."
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Schule und Kita
"Dieses Wort "Missbrauch", das hat gedauert, bis ich das für mich anerkennen konnte."
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Schule und Kita
"Die Vertrauenslehrerin frage mich, was sie denn tun sollte. Das wäre ja wohl etwas, das wir Gleichaltrigen besser unter uns klären sollten."
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Schule und Kita
"Meine Eltern haben sich prima mit meinem Vertrauenslehrer verstanden und willigten ein, dass ich mit zu ihm nach Hause darf."
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Kirche/ Religionsgemeinschaft
"Die Angst, das Heim als Lügner und Märchenerzähler verlassen zu müssen, überwog alles andere, was wir uns für unsere weitere Zukunft vorstellen wollten."
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Schule und Kita
"Mutige Menschen werden an Schulen nicht mit offenen Armen empfangen."
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Freizeit, Kirche/ Religionsgemeinschaft
"Mich persönlich hat diese enge Vernetzung von Staatsanwaltschaft, Freundeskreis und katholischen Institutionen irritiert."
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Schule und Kita, Sport
"Hauptsächlich war nicht klar, dass Unrecht passiert und an wen man sich wenden soll."
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Familie, Soziales Umfeld
„Der Arzt war die erste Person, der überhaupt aufgefallen ist, dass was nicht stimmt.“
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Sport
"Mir wurde klar, dass viele Menschen überhaupt nicht wissen, was man da mit sich rumschleppt."
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Familie, Kirche/ Religionsgemeinschaft
"Es gab keine Reaktion. Null. Keine Nachfrage. Nichts."
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Heim, Kirche/ Religionsgemeinschaft
"Ich durfte meine kleine Schwester nie sehen, obwohl ich auf sie aufpassen sollte."
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Kirche/ Religionsgemeinschaft
„Der Nachruf ist mittlerweile nicht mehr abrufbar, das habe ich erwirkt.“
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Behinderung, Familie
"Ich gab damals durchaus deutliche Signale nach außen. Rettung organisierte aber keiner dieser Menschen."
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Kirche/ Religionsgemeinschaft
"Ich wusste instinktiv: Da darfst du nicht mitfahren, niemals."
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Kirche/ Religionsgemeinschaft
"Die Worte wurden so lange verdreht, bis man nicht mehr wusste, was richtig oder falsch war."
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Sport
"Ich hatte keinen zum Reden, keinen im Rücken und meinte, das allein durchziehen zu müssen."
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Familie
Meine Lehrerin sprach mich an und ich erzählte ihr von dem Missbrauch durch meinen Opa. Ich bekam einen Rückzugsort.
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Familie, Sport
"Ich habe mein Bett mit Stofftieren vollgepackt, aber das hat nicht geholfen."
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Soziales Umfeld
"Ich kann mir vorstellen, dass manche Geschwister von Opfern mit diesem Gefühl von Schuld zu kämpfen haben und damit ernst genommen werden wollen."
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Kirche/ Religionsgemeinschaft
„Der Vikar ist als verdienter pensionierter Pfarrer der evangelischen Kirche verstorben.“
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Schule und Kita
"Dann hat sie gesagt: „Okay, vielen Dank“, und alle haben ganz betreten geguckt und ich wurde zurück ins Klassenzimmer geschickt."
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Sport
"Mit meiner Geschichte möchte ich Betroffene ermutigen, ihren eigenen Weg zu gehen."
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Kirche/ Religionsgemeinschaft
"Er bot uns an, dass ich bei ihm im Pfarrhaus baden durfte."
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Sport
"Mir wurde klar, dass das Verhalten des Trainers extrem übergriffig und falsch war. "
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Familie, Fremdtäter, Soziales Umfeld
„Es gab in meiner Jugend niemanden, dem ich mich hätte mitteilen können.“
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Familie, Kirche/ Religionsgemeinschaft
„Die evangelische Familie als Vorbild für die heile Familie. Da durfte nichts dieses Bild stören.“
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Sport
"Man bräuchte so Anlaufstellen, dass man als junger Mensch weiß: Ich habe jemanden, wo ich hingehen kann, um das mal anzusprechen.“
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Schule und Kita
"Eines Tages werde ich stolz sagen können, dass ich stark genug bin. Es wird ein weiter Weg sein, doch es wird sich lohnen."
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